Mitteilungen
  23 . jahrgang, nr. 3 August 2006

I N H A L T

seite 2: fortsetzung inhaltsverzeichnis; pressemitteilung zu impfungen

seite 3: dr. n. frühwein

vogelgrippe, dengue, chikungunya – aktuelle herausforderung für die reisemedizin .

seite 5: prof. dr. w. graninger

fieber nach tropenaufenthalt – was tun?

seite 6: prof. dr. h. aspöck

arthropoden – aus der sicht der reisemedizin

seite 8: prof. dr. j. süss

fsme – aktuelle epidemiologische situation und impfverhalten in deutschland

seite 9: deutsches grünes kreuz

gesundheitscheck vor dem urlaub

seite 10: deutsches grünes kreuz

gesundes reisen – kompressionsstrümpfe senken das thromboserisiko

seite 10 prof. dr. h.-d. nothdurft

impf- und malariaprophylaxe für tropenreisende: update 2006

seite 12: prof. dr. j. knobloch

malaria- und immunprophylaxe bei langzeitreisenden, aktuelle aspekte zur tollwut

seite 14: prof. dr. f.-j. ambrosch

der meningitisgürtel in afrika – drohteine ausweitung?

seite 14: prof. dr. ch. hatz

patienten mit migrationshintergrund – ein zunehmendes problem in der reisemedizin

seite 15 dr. p. hartmann

reiseerkrankungen in der praxis: was ist möglich? was sinnvoll?

seite 16 dr. e. plassmann

reisen mit kindern

seite 17: prof. dr. th. löscher

reiseimpfungen bei älteren und chronisch kranken: was wissen wir neues?

seite 18: prof. dr. e. c. reisinger

renaissance der infektions- und tropenkrankheiten

seite 18: prof. dr. h. auer

urlaubsziel mitteleuropa: „durch parasiten bedroht?“

seite 19. deutsches grünes kreuz

schönen urlaub. reiseapotheke ist pflicht

seite 19: deutsches grünes kreuz

gefälschte arzneimittel: schwindel kostet menschenleben

seite 20: dr. g. von laer

entführung von toiuristen: eine medizinische herausforderung

seite 21 dr. u. lindlbauer-eisenach

neues von der stiko: impfempfehlungen. stand juli 2006

seite 24: prof. dr. u. heininger

kombinationsimpfung gegen pertussis im praxisalltag

seite 25: deutsches grünes kreuz

impfung gegen gürtelrose

seite 25: deutschesd grünes kreuz

gebärmutterhalskrebs kann jede treffen

seite 26: dr. g. philipp

subkutanes immunglobulin zur substitution bei kongenitalem nephrotischen syndrom

seite 27: deutsches grünes kreuz

heuschnupfen kann mit Nahrungsmittelallergien zusammenhängen

seite 28: dr. j. commeßmann

impfungen für den katastrophenfall

seite 29: ddr. martin haditsch

seuchenalarmplan – vorbereitung für den pandemieplan

seite 30 prof. dr. h.-m. sass

medizinische ethik bei notstand, krieg und terror ( 1. fortsetzung)

seite 35: deutsches grünes kreuz

der blaue dunst gefährdet zuckerstoffwechsel auch bei jungen patienten

seite 36: einladung zur mitgliederversammlung/ termin symposion 2006


Pressemitteilung


Impfungen sind das wichtigste und effektivste Instrument unserer Präventivmedizin

Dr. Nikolaus Frühwein, Präsident

Die Bayerische Gesellschaft für Immun,- Tropenmedizin und Impfwesen e.V. fordert alle Beteiligten auf, bei der Neuordnung des Gesundheitssystems die bewährte Förderung des Impfwesens zu berücksichtigen und weiter auszubauen.

Schon jetzt zeigen z.B. die besorgniserregenden Masernausbrüche eindeutig die Gefahren von Systemänderungen. Ohne ausreichende Impfungen drohen Deutschland wieder Seuchenzüge wie z.B. durch Kinderlähmung in den 50er Jahren.

Gerade in der heutigen Zeit ist es außerordentlich schwierig, Präventivmaßnahmen wie Impfungen im Bewusstsein der Bevölkerung und der Ärzte zu verankern. Durch die bisherigen Erfolge der Impfungen wird die Gefahr, die von den impfpräventablen Krankheiten ausgeht, nicht mehr gefühlt. Die überwältigenden Erfolge der Impfungen konnten nur erzielt werden durch das gewachsene Förder- und Informationssystem aller Beteiligten aus Politik, Ärzteschaft und Krankenversicherungen im Zusammenwirken mit dem Patienten.

Zu nennen ist hier beispielhaft die Kostenübernahme öffentlich empfohlener Impfungen, die Impfinformationen der Krankenkassen, die Öffentlichkeitsarbeit der Gesundheitsministerien und der Fachverbände und die Impfanstrengungen der niedergelassenen Ärzte.

Die Kosten von Impfungen rechnen sich vielfach, insbesondere volkswirtschaftlich. Impfungen gehören zu den Maßnahmen im Gesundheitswesen mit der nachweislich besten Nutzen-Kosten-Relation. Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Impfungen ist im essentiellen Interesse des Staates und eine seiner wichtigsten Aufgaben. Diese konnte bisher durch die niedergelassenen Ärzte in hervorragender Weise erfüllt werden.

Bei der Neukonzeption des Gesundheitssystems muss das heute funktionierende Impfwesen als nachgewiesenermaßen wirksamste Form der Primärprävention gewürdigt und der Bevölkerung noch besser zugänglich gemacht werden.

 

redaktion: dr. e. plassmann; dr. g. dobler; dr. g. philipp; dr. n. frÜhwein
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