| Pressemitteilungen | |
| Pressekonferenz zur Schweinegrippe am 16.10.2009 | |
| Aktuelle Meldung zur Schweinegrippe | |
| Pressekonferenz Zeckensaison 2009 – Dringend an die Impfung denken! | |
| Richtiges Verhalten auf Reisen, Dr. med. Nikolaus Frühwein | |
Impfungen sind das wichtigste und effektivste Instrument unserer Präventivmedizin |
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Die Bayerische Gesellschaft für Immun,- Tropenmedizin und Impfwesen e.V. fordert alle Beteiligten auf, bei der Neuordnung des Gesundheitssystems die bewährte Förderung des Impfwesens zu berücksichtigen und weiter auszubauen. Schon jetzt zeigen z.B. die besorgniserregenden Masernausbrüche eindeutig die Gefahren von Systemänderungen. Ohne ausreichende Impfungen drohen Deutschland wieder Seuchenzüge wie z.B. durch Kinderlähmung in den 50er Jahren. Gerade in der heutigen Zeit ist es außerordentlich schwierig, Präventivmaßnahmen wie Impfungen im Bewusstsein der Bevölkerung und der Ärzte zu verankern. Durch die bisherigen Erfolge der Impfungen wird die Gefahr, die von den impfpräventablen Krankheiten ausgeht, nicht mehr gefühlt. Die überwältigenden Erfolge der Impfungen konnten nur erzielt werden durch das gewachsene Förder- und Informationssystem aller Beteiligten aus Politik, Ärzteschaft und Krankenversicherungen im Zusammenwirken mit dem Patienten. Zu nennen ist hier beispielhaft die Kostenübernahme öffentlich empfohlener Impfungen, die Impfinformationen der Krankenkassen, die Öffentlichkeitsarbeit der Gesundheitsministerien und der Fachverbände und die Impfanstrengungen der niedergelassenen Ärzte. Die Kosten von Impfungen rechnen sich vielfach, insbesondere volkswirtschaftlich. Impfungen gehören zu den Maßnahmen im Gesundheitswesen mit der nachweislich besten Nutzen-Kosten-Relation. Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Impfungen ist im essentiellen Interesse des Staates und eine seiner wichtigsten Aufgaben. Diese konnte bisher durch die niedergelassenen Ärzte in hervorragender Weise erfüllt werden. Bei der Neukonzeption des Gesundheitssystems muss das heute funktionierende Impfwesen als nachgewiesenermaßen wirksamste Form der Primärprävention gewürdigt und der Bevölkerung noch besser zugänglich gemacht werden.
Präsident |
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| Daheim und Unterwegs | |
| Seit 20 Jahren widmet sich die Bayerische Gesellschaft für Tropenmedizin der "Förderung des Impfgedankens" Von Marten Rolff München - Die Bayerische Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen ist ein unauffälliger Verein. Wer sie sucht, gerät in die Praxis ihres Präsidenten Nikolaus Frühwein in der Münchner Brienner Straße. Auf die „Tropen „ deutet, abgesehen von einem Zusatz auf dem Praxisschild, allenfalls der benachbarte Palmengarten im vornehmen Luitpoldblock hin. Richtig unruhig war es in der Praxis vor gut einem Jahr. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center und den Attentaten mit Milzbrand-Erregern stand bei Frühwein das Telefon nicht mehr still. Geschäftsreisende verlangten Antibiotika, weil in Amerika der Markt leer gekauft war. Inzwischen gestalten sich die Beratungsdienste der 1982 gegründeten Gesellschaft weniger spektakulär. Ihre rund 300 Mitglieder, alle Apotheker und Ärzte aus den Bereichen Tropenmedizin und Immunologie, haben sich laut Vereinsexposé ganz der „Förderung des Impfgedankens“ verschrieben. Aufklärungsarbeit gehört ebenso, wie die Beratung bei Wissenschaftsprojekten. Zwei Leitfäden für die Vorsorge gegen Hepatitis B und Grippe wurden erarbeitet. Vorsorge gegen heimische Infektionen seien genauso wichtig wie die bei Fernreisen, erklärt Dr. Frühwein. Das Bewusstsein dafür könnte noch zunehmen, meint er. Laut Statistischem Bundesamt ließen sich 1999 nur 13,6 Prozent der Deutschen gegen Grippe impfen. Jählich veranstaltet die Gesellschaft ein Ärzte-Symposium
für reise- und Präventivmedizin. In zwei Jahrzehnten stieg die
Zahl der teilnehmenden Ärzte von 30 auf 700. Zudem waren die Bayern
die Initiatoren für die Gründung von Partnergesellschaften in
Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Mit großen tropenmedizinischen
Instituten wie in Berlin oder Hamburg, sagt Frühwein, ließe
sich die Arbeit der Gesellschaften aber überhaupt nicht vergleichen.
Die seien näher am Patienten dran, während „unsere Arbeit
eher ideeller Natur“ ist. Mit Geschichten über kinotaugliche
Killerviren könne er deshalb nicht aufwarten, winkt Frühwein
ab. Zwei Fälle von hämorrhagischem Dengue-Fieber in München
seien ihm für die letzten Jahre bekannt. Ebola oder Lassafieber,
an dem vor zwei Jahren eine Würzburger Studentin starb, seien „absolute
Einzelfälle“. Die spektakulärste Geschichte sei da noch
die eines Missionars, aus Tansania, der in Frühweins Praxis kam und
über „leichtes Unwohlsein klagte“. Diagnostiziert wurde
aber eine schwere „Malaria tropica“, die – unbehandelt
– nach schon fünf Tagen tödlich verlaufen kann. Doch der
Urwald erprobte Missionar war hart im Nehmen. Nach einer ambulanten Behandlung
wollte er „dringend nach Polen weiterreisen“. |
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